Vortrag: Wie herrschen Imperien?

Strukturen, Institutionen und Akteure imperialen Machtstrebens

3. Juni 2026, 18:15 – 19:45 Uhr, Großer Hörsaal (Alte Mathematik), Bismarckstraße 1a in Erlangen und via Zoom

Aktuell wird weltpolitisch eine Rückkehr imperialer Großmachtpolitik diagnostiziert. Bewertet wird diese Entwicklung zurecht fast einhellig negativ: Imperien werden als politisches Ordnungsmodell abgelehnt. Ein zentraler Grund ist, dass Imperien als Inbegriff von Machtkonzentration gelten, imperiale Eliten als besonders machtversessen – und imperiale Herrschaft als emblematisch für politischen Machtmissbrauch. Aber wie genau wirkt imperiale Macht? Welche Akteure und Institutionen dominieren in Imperien – oder ist Imperialität ein strukturelles Machtphänomen?

Eva Marlene Hausteiner gibt im Vortrag einen Überblick über konkurrierende Analyseansätze imperialer Macht. Gegen rein akteurs- und rein strukturzentrierte Ansätze plädiert sie für eine Theoretisierung imperialer Politik, die die epistemische Rolle von Ideen und Deutungsmustern priorisiert.

Ringvorlesung „Machtmissbrauch“

Mit der Ringvorlesung greift das Team der Frauenbeauftragten der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie im Sommersemester 2026 das Thema Machtmissbrauch auf und bringt es in einen interdisziplinären Dialog. Das Ziel: Machtmissbrauch sichtbar zu machen, das Bewusstsein für seine Strukturen zu schärfen und zur kritischen Auseinandersetzung anzuregen.