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Dissertationsprojekte

 

Laufende Dissertationsprojekte


Matthias Sailer, M.Sc.

Über die außenpolitischen Interessen der arabischen Golfstaaten gegenüber Ägypten seit 2011

Seit 2011 haben Saudi Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar verschiedene Akteure in Ägypten unterstützt. Das Dissertationsprojekt geht unter Anwendung eines akteurszentrierten Erklärungsansatzes der Frage nach, welche Motive für diese Unterstützungsmuster entscheidend waren. Dabei werden insbesondere die Positionen der Golfstaaten gegenüber transnationalen und internationalen Akteuren sowie wirtschaftliche Interessen analysiert.


Tobias Zumbrägel, M.A.
Tobias Zumbrägl

In Search of New Sources of Legitimacy: the Promotion of Climate Protection in Arab Gulf Monarchies 

In contrast to the already existing vast amount of explanations for the resilience of Gulf monarchies during the Arab upheavals since 2011, the project aims at investigating the intentions and reasons behind the recent environmental-friendly activities of fossil fuel-rich countries in the Arab Peninsula. The comparative analysis includes efforts of Saudi Arabia, Qatar, Abu Dhabi and Dubai towards more sustainability as a means to pursue ‘eco regime resilience‘ that secure the regimes’ hold on power. A multi-method research design combining rational as well as constructivist arguments is applied for exploring how Arab Gulf monarchies promote climate protection and ecological preservation as a two-level game for consolidating their authoritarian rule.


Nina Nowar, M.A.

Local Normative Spaces-Dynamiken der Aushandlung von Identität und Moral im öffentlichen Raum von Tunis

Die vorliegende Arbeit stellt sich bewusst den generellen Trends der Sozialforschung entgegen. Sie bietet, im Kontrast zum Transitionsparadigma, eine alternative Lesart der tunesischen Revolte und legt den Fokus auf immanente soziale Aushandlungsprozesse.Diese stellen den Ausgangspunkt für das Verständnis der Auseinandersetzungen über das Staatswesen und die Verfassungsordnung Tunesiens dar. Erst die als Katalysator fungierende Dynamik der Revolte löste sie aus ihrer lokalen Verankerung und beförderte sie auf die Ebene nationaler Auseinandersetzung. Nicht die Demokratisierung, sondern ein tiefgreifender, gesellschaftlicher Umbruch und, damit verbunden, die Herausbildung beziehungsweise der grundsätzliche Wandel normativer politischer Ordnung sind das prägende Element der gegenwärtigen Entwicklungen.
Das Ziel der Studie ist es, über folgende zwei miteinander verflochtene Prozesse Aufschluss zu geben. Zum einen die räumliche Politik der Konstruktion und Überbrückung von Identitäten, zum anderen die Aushandlungsprozesse über die Definition und Durchsetzung von moralischen Normen im öffentlichen Raum

 


Aline de Oliveira Alencar, M.A.

Ennahda from within: from Political Islam to Muslim Democracy

This dissertation aims to conduct an analysis of the ideological strategic changes carried out by Ennahda Party in the post-revolutionary Tunisian context.

 

 

 

Ziad Koussa

The Arab Revolutionary Uprisings in Egypt: An Analysis David Harvey’s framework of Accumulation by Disspossion

This thesis critiques mainstream theoretical frameworks that explain the origins of the Arab Revolutionary Uprisings in Egypt. It offers David Harvey’s perspective, as an alternative theoretical model, to explore the uprisings from the conceptual frame of „Accumulation by dispossession.” Our work will focus on the underlying development of privatization, commodification, and financialization that became tools of dispossession and redistribution of public wealth, from the lower to upper classes. Specifically, these processes will be studied in the domains of public lands and housing. Moreover,  we will argue through an analysis of available empirical data that these processes progressively induced massive discontent and resistance that culminated in the 2011 revolutionary uprising.

Abgeschlossene Dissertationsprojekte


Dr. Meltem Kulaçatan

Geschlechterdiskurse in den Medien: Türkisch-deutsche Presse in Europa (2012)

Zur Mitarbeiterinnenseite von Dr. Meltem Kulaçatan


Dr. Mahmoud Jaraba

Moderation or Transformation:Explaining the Different Ideological Trajectories of the Egyptian Muslim Brotherhood and the Turkish Justice and Development Party (2013)

This dissertation provides a comparative analysis of processes of ideological transformation by ISMs using the cases of the Turkish Justice and Development Party (JDP) and the Egyptian Muslim Brotherhood (MB). The research traces the transformation of power networks that have occurred in recent decades in Turkey and Egypt. It employs an analytical approach focusing on the concept of the “regime” as an interrelated system of power networks: political, economic, ideological and military. The dissertation explains the divergent processes of ideological formation and reformulation in which the JDP and the Egyptian MB operate and attempt to reshape their respective regimes in order to gain access to and transform the social and political spheres in their respective countries. The central question in this analysis asks: How do changes in the power networks of regimes facilitate or restrict the trajectory of Islamic movements’ development in terms of their ideology, goals and political strategy?


Dr. Christian Wolff

Freiheit, Bürger und Staat: die Entwicklung libaralen Denkens in der ägyptischen Muslimbruderschaft (2015)

Grundlage der Arbeit ist die These, dass sich die ägyptische Muslimbruderschaft liberale Prinzipien moderner Staatlichkeit, wie beispielsweise Rechtsstaatlichkeit, demokratische Prozeduren, Eigentums- und Bürgerrechtsschutz sowie der Kontrolle von Herrschaft, bereits in früher Zeit angeeignet hat. Die Übernahme liberaler Begrifflichkeiten, das zeigt diese Arbeit, ist eng verbunden mit dem individuellen und dem kollektiven Erfahrungshintergrund der Muslimbruderschaft und ihrer führenden Mitglieder. So ist die Erfahrung der Repression durch autoritäre Regime prägend für das Verständnis von Freiheits- und Schutzrechten des Bürgers. Das Konzept des zivilen islamischen Staates, welches die Muslimbruderschaft nach ihrem Wahlerfolg von 2005 vorgelegt hat, kann deshalb als eine Art Blaupause der Annäherung des Islamismus an demokratische und liberale Staatlichkeit verstanden werden. Vor diesem Hintergrund sind zahlreiche führende Mitglieder der Bruderschaft in den Jahren 2007, 2009 und 2010 zu persönlichen Erfahrungen, aber auch zu ihren Einstellungen bestimmten Kernbegriffen liberalen Denkens gegenüber befragt worden.