Forschungsprojekte

Aktuelle Forschungsprojekte

Projektleitung: Prof. Dr. Katrin Kinzelbach

Projektmitarbeiterin und -mitarbeiter: Alexandra Kaiser, Bun Koon

Laufzeit: 1. Juli 2021 – 31. Dezember 2023

Projektbeschreibung:

Das Projektteam analysiert den rechtlichen Rahmen und die institutionelle Ausgestaltung sowie die Rechtswirklichkeit und die Praxis des Rechts auf Wissenschaftsfreiheit in der Volksrepublik China. Eine systematische, rechtliche und sozialwissenschaftliche Aufarbeitung der Wissenschaftsfreiheit in der Ära Xi Jinping ist von größter Bedeutung für den Versuch, die aktuellen Möglichkeiten und Grenzen des chinesischen Forschungs- und Innovationssystems besser zu verstehen. Eine in den Vereinten Nationen verhandelte Definition von Wissenschaftsfreiheit wird als Maßstab übernommen. Neben der Analyse des geltenden Rechts, politischer Richtlinien sowie Universitätssatzungen in chinesischer Sprache werden wir ausgewählte Institutionen näher untersuchen, Interviews und eine Umfrage durchführen. Im Verbund mit dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) werden wir einen bibliometrischen Ansatz pilotieren, um die Freiheit des akademischen Austauschs nach Disziplinen disaggregiert zu messen. Ziel ist der wohlinformierte Ausbau der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit der Volksrepublik China bei selbstbewusster Wahrung der Normen und Voraussetzungen, die in Deutschland und Europa als Fundament für Forschung und Innovation gelten.

Projektleitung:  Prof. Dr. Katrin Kinzelbach; Prof. Dr. Eva Pils (KCL)

Projektmitarbeiterin: Dr. Eva Seiwert

Laufzeit: 1. September 2021 – 29. Februar 2024

Projektbeschreibung:

Im August 2021 startete das Forschungsprojekt „Akademische Freiheit, globalisierte Wissenschaft und der internationale Aufstieg des autoritären Chinas“ unter der Leitung von Prof. Dr. Katrin Kinzelbach. Dieses Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Arts and Humanities Research Council (AHRC) gefördert und gemeinsam mit Partnerinnen am King’s College London (KCL) durchgeführt. Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FAU ist Dr. Eva Seiwert.

Im Kontext der heutigen globalisierten Wissenschaft ist die akademische Freiheit mit neuen Bedrohungen konfrontiert. Autokratien wie der chinesische Einparteienstaat beschneiden nicht nur die akademische Freiheit innerhalb ihrer eigenen Grenzen, sondern versuchen auch, Zensur und andere repressive Praktiken in andere Staaten zu exportieren. Das Forschungsprojekt basiert auf dem Verständnis, dass sowohl empirische Studien als auch eine normative Bewertung von entscheidender Bedeutung sind, um Antworten auf autoritären, transnationalen Druck auf die Wissenschaft zu finden. Zu diesem Zweck entwickeln wir ein systematisches Verständnis relevanter Normen und empirischer Reaktionen auf unzulässige Einflussnahme und Verletzungen der Wissenschaftsfreiheit. Wir betrachten Universitäten in liberalen Demokratien nicht als rein passive Ziele. Stattdessen konzentrieren wir uns darauf, die Perspektiven, Entscheidungen und Handlungen britischer und deutscher Akteure in der akademischen Zusammenarbeit mit dem autoritären China vergleichend zu untersuchen. Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen institutionellen Gegebenheiten in beiden Ländern werden u.a. sechs vergleichende Fallstudien konzipiert, die Einsicht in Schwierigkeiten in der Kooperation deutscher und britischer akademischer Akteure mit Akteuren in China geben werden und die Formulierung von Lösungsansätzen erlauben.

Projektleitung:  Prof. Dr. Tanja Börzel (FU), Prof. Mattias Kumm, S.J.D. (WZB) und Prof. Dr. Katrin Kinzelbach

Laufzeit: 1. September 2021 – 31. August 2024

Projektbeschreibung: Das Projekt ist Teil des Berliner Exzellenzclusters SCRIPTS (Contestations of the Liberal Script), an dem Prof. Dr. Katrin Kinzelbach als assoziierte Wissenschaftlerin mitarbeitet. „Science Friction“ vereint die disziplinären Perspektiven der internationalen Beziehungen und der vergleichenden Politikwissenschaft mit dem internationalen Verfassungsrecht, um die wachsende Auseinandersetzung mit der akademischen Freiheit auf der ganzen Welt zu analysieren, zu bewerten und zu erklären. Wir beginnen damit, den Kerninhalt der Wissenschaftsfreiheit zu identifizieren und zu untersuchen, wie er sich auf das liberale Skript bezieht. Im zweiten Schritt befassen wir uns mit Mustern der Anfechtung und versuchen deren Hauptursachen zu identifizieren. Im letzten Schritt untersuchen wir die Konsequenzen von Anfechtungen der akademischen Freiheit.

Herausgeberkreis: Prof. Dr. Simone Derix, Prof. Dr. Jan Eckel, Prof. Dr. Andreas Frewer, Prof. Dr. Dieter Gosewinkel, Dr. Rainer Huhle, Prof. Dr. Katrin Kinzelbach, Prof. Dr. Michael Krennerich, Dr. Daniel Stahl, Prof. Dr. Annette Weinke.

Laufzeit: 1. Juni 2020 – heute

Projektbeschreibung: Das Wissenschaftsportal www.geschichte-menschenrechte.de wurde 2015 vom Arbeitskreis Menschenrechte im 20. Jahrhundert unter der Leitung von Prof. Dr. Norbert Frei (Universität Jena) und mit Finanzierung der Fritz Thyssen Stiftung ins Leben gerufen. Seitdem Juni 2020 ist das Projekt an der FAU angesiedelt. Es versammelt lebensgeschichtliche Interviews und Kommentare, die die Entwicklung der Menschenrechte seit dem 20. Jahrhundert historisierend reflektieren. Im Zentrum stehen nationale und internationale Akteure, Konzeptionen und Praktiken: Auf welche Weise und mit welchen Motiven trieben und treiben verschiedene Gruppen und Individuen die menschenrechtliche Normsetzung voran? Welche Praktiken entstehen daraus? Welche Rollen spielen Arenen wie die UNO, der Europäische Gerichtshofe für Menschenrechte oder der Internationale Strafgerichtshof? Mit welchen Begründungen operieren Anhänger und Gegner der Menschenrechte?