Seiteninterne Suche

Institut

Abgeschlossene Projekte

 

Im Rahmen des Forschungsschwerpunktes „EU-Osterweiterung und ihre Folgen für die Europäische Union“ wurden auf zwei Jahre begrenzte Promotionsstipendien vergeben. Die Dissertationen setzen sich mit folgenden Themenbereichen auseinander:

  • Europäische und internationale Politik
  • Parteien und Wahlen
  • Extremismus und Demokratieschutz
  • SED-Diktatur und dortiger Alltag

Drittmittelgeber: Förderungswerk der Hanns-Seidel-Stiftung
Laufzeit: 2013-2016
Leitung: Prof. Dr. Roland Sturm

Abstract:

Das BMZ hat mit seinem seit 2009 begonnen Umbau der Entwicklungszusammenarbeit Schritte eingeleitet, um weiterhin den Anschluss an internationale Standards sicherzustellen. Auch wenn das DFID in dieser Beziehung wegen der Unterschiede des deutschen und britischen Regierungssystems, der Verwaltungskulturen und der historischen Voraussetzungen nur mit gewissen Einschränkungen als Benchmark taugt, kann von dessen Erfahrung und von dessen Strategien gelernt werden. Insbesondere das Bemühen des BMZ, in den Bereichen Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft effizienter und effektiver zu werden, lässt den Vergleich mit dem DFID attraktiv erscheinen.

Hier zeigt sich, dass eine zielgerichtete und sich der Evaluierung, der Rechenschaftspflicht und der Innovation stellende Institution Vorteile genießt. Die Empfehlungen dieses Gutachtens beziehen sich auf Stärken des BMZ, wie seine große Erfahrung als Kooperationspartner von Wirtschaft und Gesellschaft. Das Gutachten zeigt aber auch Ambivalenzen auf, wie die Routinen der Zusammenarbeit, die zu einer „Community“ führen, die Beständigkeit und Erfahrung garantiert, deren grundsätzlicher Konsens aber auch selten herausgefordert wird. Das Wettbewerbsmodell des DFID erfordert demgegenüber einen größeren und auch institutionell umfangreicheren Begründungszwang, mehr Selbstkritik und größere Bereitschaft zur Veränderung. Die „Kehrseite“ dieses Modells ist ein höheres Maß an zentraler Steuerung der Entwicklungszusammenarbeit. Das kann aber auch positiv gesehen werden, weil diese Steuerung einhergeht mit dem Bemühen,möglichst effizient die (knappen) finanziellen Mittel einzusetzen und immer wieder zu neuen Ideen und Initiativen zu entwickeln. Das führt dazu, international Partner für als richtig erkannte Ziele und Wege der Entwicklungszusammenarbeit zu finden. Das Gutachten beschreibt Entwicklungen seit 2009 in der Ausrichtung der Arbeit des BMZ, vor allem im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Zivilgesellschaft, und zieht dabei das DFID als Referenzmodell für die Einordnung von Veränderungen und deren Ausmaß heran. Weder heute noch in Zukunft ist ein institutioneller Isomorphismus von BMZ und DFID zu erwarten. Das DFID kann insofern kein absoluter Benchmark sein. Die Analyse und die Empfehlungen orientieren sich daher zum Teil an Modelleigenschaften des DFID, zum Teil folgen sie Überlegungen aus einem „Lernen zweiter Ordnung“. Das heißt, hier wird ein Hybridansatz der Politikberatung aufgrund einer Vergleichsanalyse im Rahmen dieser Vorstudie versucht.

Ausweislich dieser Rahmenbedingungen unterbreiten diese Empfehlungen Vorschläge für die Verbesserung der Sichtbarkeit des BMZ, zur Verbesserung der Evaluierung seiner Arbeit und der Arbeit seiner Partner, zur Erhöhung der Steuerungskapazität des BMZ und der Abgrenzung seiner Zuständigkeiten, zur größeren Selbstvergewisserung des Ministeriums jenseits von Routinen, zum erforderlichenWissenstransfer, zur Effizienz der Entwicklungszusammenarbeit, zur Entwicklungszusammenarbeit als Teil der Außenpolitik, zur Zusammenarbeit des BMZ mit Zivilgesellschaft und Wirtschaft, zur Engagement Global gGmbH und zur Verankerung der Entwicklungszusammenarbeit im politischen Diskurs.

Gefördert von: BMZ
Zeitraum: 2013
Projektteam: Prof. Dr. Roland Sturm (Universität Erlangen-Nürnberg), Dr. Thorsten Winkelmann (Universität Erlangen-Nürnberg)

Abstract:
„Citizenship after the Nation-State” (CANS) ist ein länderübergreifendes Projekt, in dessen Rahmen Daten in 15 Regionen aus fünf europäischen Ländern – Deutschland, Österreich, Spanien, Großbritannien und Frankreich – erhoben werden. Über eine systematische, vergleichende Umfrageforschung wird CANS es ermöglichen, darzulegen, inwieweit das klassischerweise auf die nationale Ebene bezogene „citizenship“-Konzept einen Prozess der Denationalisierung bzw. Regionalisierung durchlaufen hat. Dabei werden verschiedene theoretische Erklärungen für einen solchen Regionalisierungsprozess untersucht, anhand von Variablen wie regionaler Identität, dem Einfluss von regionalen Regierungen und regionalen wirtschaftlichen Unterschieden. Für Deutschland wird die Untersuchung in den drei Bundesländern Bayern, Thüringen und Niedersachsen ein besseres Verständnis vom Einfluss eines föderalen Regierungssystems auf die Regionalisierung von „citizenship“ – gemessen über politische Partizipation und soziale Solidarität – ermöglichen. Gerade angesichts der in Deutschland geführten Reformdebatte bezüglich eines Übergangs vom kooperativen hin zu einem kompetitiven Föderalismus ergibt sich zudem die Möglichkeit, zu überprüfen, inwieweit ein von dem kompetitiven Föderalismusmodell vorausgesetztes, stärker regionalisiertes „citizenship“-Verständnis bereits in der öffentlichen Wahrnehmung verankert ist.

Gefördert von: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Zeitraum: 2008/2010
Fördersumme: 250.000 €
Projektteam: Prof. Dr. Roland Sturm (Universität Erlangen-Nürnberg), Prof. Dr. Dieter Roth (Universität Heidelberg), Dipl.-Pol. Julia Oberhofer (Universität Erlangen-Nürnberg)

Abstract:

Die „Länderstudie zur Entwicklung des Petitionswesens im Vereinigten Königreich“ ist ein Teil des Projekts „Elektronische Petitionen und Modernisierung des Petitionswesens in Europa“ (1), das auf Anregung des Petitionsausschusses und nach Beschluss des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung durch das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) koordiniert wird.

Das Vereinigte Königreich eignet sich besonders für eine Analyse des Petitionswesens, weil Petitionen hier eine lange Tradition besitzen und die Modernisierung des Petitionswesens auf verschiedenen politischen Ebenen und zugleich von Legislative und Exekutive vorangetrieben wird. Die Länderstudie fragt nach den Ursachen und Folgen der Einführung von elektronischen Petitionen über das Internet (E-Petitionen) beim schottischen Parlament, der walisischen Versammlung, dem britischen Premierminister sowie den englischen und walisischen Kommunalverwaltungen. Die Diskussion über eine Einführung von E-Petitionen beim Westminster Parlament, eine Folge der Entwicklungen bei den anderen Petitionsstellen, wird ebenfalls dargestellt. Besonderes Augenmerk gilt dem Verhältnis von Petitionsstellen und Ombudsmännern und der Frage, ob E-Petitionen zu verstärkter Konkurrenz zwischen diesen Eingabestellen geführt haben. Ein weiterer Schwerpunkt der Länderstudie liegt auf möglichen Unterschieden zwischen der Nutzung von konventionellen Petitionen auf Papier und E-Petitionen: Erhalten die Eingabestellen wegen des Internets mehr Petitionen als zuvor, konnten sie neue Bevölkerungsgruppen für Petitionen gewinnen und können Petenten über das Internet leichter eine größere Zahl an Unterschriften erreichen?

Antworten auf diese Fragen liefern zahlreiche Interviews mit Mitgliedern und Beobachtern des schottischen Parlaments, der walisischen Versammlung, des Westminster Parlaments, mehrerer Ombudsmänner und Kommunalverwaltungen sowie einem Mitarbeiter des britischen Premierministers. An die Interviews schließt sich eine statistische Analyse der Nutzung von Petitionen an. Ausgehend von den Ergebnissen der Länderstudie werden Handlungsoptionen für den Deutschen Bundestag formuliert.

Gefördert von: Deutscher Bundestag
Zeitraum:
2009/2010
Fördersumme:
27.000 Euro
Projektteam:
Prof. Dr. Roland Sturm (Universität Erlangen-Nürnberg), Johannes Fritz, M.A. (Universität Erlangen-Nürnberg)

(1) http://www.tab-beim-bundestag.de/de/untersuchungen/u147.html

Abstract:
Die seit dem 01.01.2004 gültige Kartellverordnung der EU hat die europäische Wettbewerbspolitik stark verändert. Nationale Behörden und Gerichte, aber auch Unternehmen selbst erhalten mehr Verantwortung. Die Verordnung setzt für ihr Funktionieren ein effizientes Netzwerk der europäischen Kartellbehörden voraus, das auf einer gemeinsamen Wettbewerbskultur basiert. Ins Leben gerufen wurde zu diesem Zweck ein „European Competition Network“ (ECN), bestehend aus den nationalen Wettbewerbsbehörden und der Kommission selbst. Das Projekt wendet sich der Frage zu, ob dieses in seiner Konstruktion an sozialwissenschaftlichen Kriterien ausgerichtete Netzwerk angesichts sehr unterschiedlicher wettbewerbspolitischer Traditionen der EU-Länder im gewünschten Sinne funktionieren kann. Eine empirisch-vergleichende Untersuchung der Wettbewerbstraditionen und –politiken in Deutschland, dem Vereinigten Königreich und Ungarn sowie die Betrachtung der Prüfkriterien der Kommission sollen es ermöglichen, die Fragen zu beantworten, ob sich ein gemeinsames wettbewerbspolitisches Leitbild herausbildet und ob die Zusammenarbeit der Behörden den Kriterien entspricht, die aus sozialwissenschaftlicher Sicht für funktionierende Netzwerke definiert wurden. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Gefördert von: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Zeitraum: 2007/2009
Fördersumme: 114.920 €
Projektteam: Prof. Dr. Roland Sturm (Leitung), Dipl.-Pol. Ingo Schorlemmer, Dipl.-Pol. Joß Steinke, Kristina Chmelar, Patrik Stör, Tim Griebel

Dokumente:

  • Networking Political Culture – The Governance of EU Anti-Trust Policies (bitte nur nach Absprache zitieren)
  • Programm zum internationalen Workshop zu europäischer Wettbewerbspolitik in Nürnberg

The Network of European Competition Agencies. A three country comparison: Germany – UK – Hungary

Abstract:

The European competition policy and anti-trust legislation have changed fundamentally in the last few years. Council Regulation (EC) No 1/2003 strengthened the national administrations and courts and increased responsibilities of businesses. To implement the new regulation, the European Commission has installed a European Competition Network (ECN), consisting of the national competition authorities and the European Commission itself. Its objective is to co-ordinate efficiently the competition policies of EU member states and to create a European competition culture. The project is aimed at researching the workings and the effects of the ECN. Do national authorities really take similar decisions in comparable situations? Can an emerging common European competition culture be identified? To answer these questions, we carry out a comparative survey of German, Hungarian and UK national competition agencies. We also take a look at the European level investigating the policies of the Commission and anti-trust decisions taken so far. The project is sponsored by German Research Foundation.

Sponsored by: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Research period: 2007/2009
Grant: 114.920 €
Team: Prof. Dr. Roland Sturm (manager), Dipl.-Pol. Ingo Schorlemmer, Dipl.-Pol. Joß Steinke, Kristina Chmelar, Patrik Stör

Documents:

  • Networking Political Culture – The Governance of EU Anti-Trust Policies (this is a draft, please do not quote without author’s permission)
  • Workshop programme

Schwerpunkt: „Einheit in der Vielfalt? Grundlagen und Voraussetzungen eines erweiterten Europas“

Abstract:
Das Forschungsprojekt befasst sich mit der Europäisierung regionaler Strukturen in Ungarn, Polen und Rumänien. Es wird davon ausgegangen, dass vor allem seitens der Europäischen Kommission umfangreiche Anpassungsleistungen von den Beitrittskandidaten eingefordert werden. Dies ergibt sich aus der Rolle der Kommission als Triebfeder des Europäisierungsprozesses im allgemeinen und der europäischen Regionalpolitik im besonderen, sowie aus der Funktion der Kommission als Koordinierungsinstanz der Osterweiterung. In einem Prozess der „Selbsteuropäisierung“, so die grundlegende Annahme des Forschungsprojektes, treffen diese europäischen Modernisierungsanreize auf historisch gewachsene, tief in der Verwaltungskultur der Beitrittskandidaten verwurzelte räumlich-territoriale und politisch-institutionelle Muster, aus denen sich die politischen Akteure nur schwer lösen können. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass europäische Modifizierungsanreize und im nationalen Rahmen gewachsene Strukturen konfliktfrei miteinander harmonieren. Es ist vielmehr damit zu rechnen, dass es im Europäisierungsprozess zu einem „misfit“ oder „mismatch“ zwischen „europäisierten“ und nationalen Strukturen kommen kann, so dass der politische Prozess in den Untersuchungsländern national unterschiedliche Synthesen regionaler Realität generiert.

Ziel des Forschungsvorhabens ist das Erfassen der Problemdimensionen, die sich im Prozess der Europäisierung der Regionen aus den unterschiedlichen Erwartungen und strukturellen Vorgaben institutioneller und politisch-kultureller Art auf der europäischen Ebene und in den Beitrittsländern ergeben. Eine der offensichtlichsten Bruchlinien besteht im Gegensatz der Praxis der aus der klassischen Innenpolitik entspringenden Staatsverwaltung, und der weitgehend von „Europa“ beeinflussten und aus der Wirtschaftspolitik entspringenden Regionalpolitik. Untersucht werden die unterschiedlichen institutionellen Anpassungsleistungen, Reaktionsgeschwindigkeiten und Legitimationsmuster des Europäisierungsprozesses auf regionaler bzw. substaatlicher Ebene.

Die theoretische Fundierung des Forschungsprojektes beruht auf der Anwendung im Kontext des Studiums der europäischen Integration entwickelter theoretischer Modelle und Prämissen, die Aussagekraft für den Bedeutungsgewinn der regionalen Ebene auf der einen, und der institutionellen Dynamik des Europäisierungsprozesses auf der anderen Seite haben. Besonderer Aussagewert kommt dabei Ansätzen aus der Policy-Forschung, wie dem Neoinstitutionalismus und der Netzwerkanalyse, zu.

Dem Forschungsvorhaben liegt eine starke Praxisorientierung zugrunde. Die Frage nach Interkompatibilität regionaler Verwaltung in Mittel- und Osteuropa mit europäischen Vorgaben ist eine Kardinalfrage für das Gelingen der Osterweiterung und der Weiterentwicklung eines „Europa der Regionen“. Durch die wissenschaftliche Aufarbeitung dieses Themenkomplexes werden Reibungsverluste des Europäisierungsprozesses sowie Schwierigkeiten adäquater Legitimationsmuster in Mittel- und Osteuropa sichtbar gemacht, im nationalen Kontext spezifische Problemkonstellationen aufgearbeitet und auch für andere Beitrittsländer verallgemeinerbare Lösungsstrategien aufgezeigt.

Gefördert von: VolkswagenStiftung
Zeitraum: 2003/2005
Fördersumme: 248.300 €
Projektteam: Prof. Dr. Roland Sturm (Leitung), Dr. Jürgen Dieringer (Koordination), Zsuzsanna Kicsi (Mitarbeiterin, Rumänien), Monika Olewinska (Mitarbeiterin, Polen)
Kooperationspartner: Andrássy-Universität Budapest (Ungarn) Zentralinstitut für Regionalforschung (Universität Erlangen-Nürnberg), Europäisches Zentrum für Föderalismus-Forschung (Tübingen), Prof. Dr. László Csaba (Central European University, Budapest, Ungarn), Prof. Dr. Ovidiu-Coriolan Pecican (Universität Cluj-Napoca, Rumänien), Prof. Dr. Roman Szul (Universität Warschau)


The Europeanisation of Regionalism in Central and Eastern Europe. A comparative investigation based on the experience of Hungary, Poland and Romania

Research Programme: “Unity in Diversity? Basics and Preconditions for a larger Europe”

Abstract:
The topic of this research project is the Europeanisation of political, social, and administrative structures in Hungary, Poland and Romania. It starts from the assumption that the Eastern enlargement of the EU has confronted the accession countries with considerable pressures to adapt to demands, formulated especially by the European Commission. The Commission is in this role because it is – generally speaking -the engine of integration and because of its special role in regional policy-making and with regard to EU enlargement policies, which it coordinates. The project assumes that the demands of enlargement lead to a process of „auto-Europeanisation“ in the accession countries, i.e. an adaptation process which anticipates the consequences of integration. The EU incentives for the modernisation of societies in the accession countries clash with geographical-administrative and political-institutional patterns of social interaction which are deeply embedded in the historical traditions of regional administrations and societies, and which for political actors are difficult to overcome. It would be wrong to assume that EU incentives for change on the one hand and political, social and administrative structures in the accession countries on the other can be brought into harmony without conflict. It is much more likely that the process of Europeanisation results in a „misfit“ or „mismatch“ of europeanised and national structures. This also means that the final result of Europeanisation will not follow one model, but will reflect national distortions and will on the regional level create a synthesis representing different regional realities in different ways.

The research project will identify the problems which result from the different expectations and different institutional demands and political cultures on the European level and among the accession countries with regard to the Europeanisation of their regions. One of the most obvious fault lines separates the work of public administrators, which is based on national traditions, and regional policies, where they are influenced by „Europe“ and are embedded in the wider context of economic policy-making. The research project investigates different regional patterns of institutional adaptation to Europeanisation. It asks how long it takes to take up challenges and how new regional realities are legitimised on the regional/ sub-national level.

The theoretical background for this kind of research can be found in the literature on European integration and the explanatory models developed here, especially when research questions focus on either the role of regions and their growing importance or the dynamics of institutional consequences of Europeanisation. Of special importance in this context are theories of the policy process, especially new institutionalism and network analysis.

The research project is very much interested in problem-solving. The compatibility of regional social and administrative developments in Central and Eastern Europe and European policies affecting the regions is one of the crucial preconditions for making the eastern enlargement of the EU a success story and for the future of a „Europe of the Regions“. The research project intends to highlight inefficiences of the process of Europeanisation and difficulties when it comes to legitimise the new realities in Central and Eastern Europe. It identifies specific national conflicts and ways to overcome these conflicts. Based on empirical research in the three countries investigated here strategic conclusions are drawn which will enable other accession countries, too, to cope with the regional challenge of Europeanisation.

Sponsored by: Volkswagen Foundation
Research period:
01.09.2003-31.08.2005
Grant:
ca. Euro 248.300,-
Team:
Prof. Dr. Roland Sturm (Responsible), Dr. Jürgen Dieringer (Coordination), Zsuzsanna Kicsi (Research assistant, Romania), Monika Olewinska (Research assistant, Poland)
Co-operation partners:
Andrássy-Universität Budapest (Hungary), Zentralinstitut für Regionalforschung (University Erlangen-Nürnberg,) Europäisches Zentrum für Föderalismus-Forschung (Tübingen), Prof. Dr. László Csaba, Central European University, (Budapest, Hungary), Prof. Dr. Ovidiu-Coriolan Pecican (University of Cluj-Napoca, Romania), Prof. Dr. Roman Szul (University of Warsaw)

Im Rahmen des Forschungsschwerpunktes „EU-Osterweiterung und ihre Folgen für die Europäische Union“ wurden auf zwei Jahre begrenzte Promotionsstipendien vergeben. Die Dissertationen setzen sich mit folgenden Themenbereichen auseinander:

  • Ausgestaltung und Arbeitsweise der EU-Institutionen
  • Finanzierung der Europäischen Union
  • Migration innerhalb der erweiterten Union
  • Wirtschaftliche und politische Entwicklungen der Regionen in der EU
  • Folgen der neuen Außengrenzen der EU
  • Europäisierung der politischen Systeme der Beitrittsländer
  • Politikfeldanalysen (insbesondere Umweltpolitik, Wettbewerbspolitik, Agrarpolitik, Arbeitsmarktpolitik, Außen- und Sicherheitspolitik).

Drittmittelgeber: Förderungswerk der Hanns-Seidel-Stiftung
Laufzeit: 2003-2005
Leitung: Prof. Dr. Roland Sturm

Gefördert von: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Zeitraum: 2001/2003
Fördersumme: 43.603 €
Homepage: http://www.politikon.org

Gefördert von: Anglo-German Foundation for the Study of Industrial Society
Zeitraum: 1999/2000
Fördersumme: 63.216 €

Abstract:
Die seit dem 01.01.2004 gültige Kartellverordnung der EU hat die europäische Wettbewerbspolitik stark verändert. Nationale Behörden und Gerichte, aber auch Unternehmen selbst erhalten mehr Verantwortung. Die Verordnung setzt für ihr Funktionieren ein effizientes Netzwerk der europäischen Kartellbehörden voraus, das auf einer gemeinsamen Wettbewerbskultur basiert. Ins Leben gerufen wurde zu diesem Zweck ein „European Competition Network“ (ECN), bestehend aus den nationalen Wettbewerbsbehörden und der Kommission selbst. Das Projekt wendet sich der Frage zu, ob dieses in seiner Konstruktion an sozialwissenschaftlichen Kriterien ausgerichtete Netzwerk angesichts sehr unterschiedlicher wettbewerbspolitischer Traditionen der EU-Länder im gewünschten Sinne funktionieren kann. Eine empirisch-vergleichende Untersuchung der Wettbewerbstraditionen und –politiken in Deutschland, dem Vereinigten Königreich und Ungarn sowie die Betrachtung der Prüfkriterien der Kommission sollen es ermöglichen, die Fragen zu beantworten, ob sich ein gemeinsames wettbewerbspolitisches Leitbild herausbildet und ob die Zusammenarbeit der Behörden den Kriterien entspricht, die aus sozialwissenschaftlicher Sicht für funktionierende Netzwerke definiert wurden. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Gefördert von: VolkswagenStiftung
Zeitraum: 1997/1999
Fördersumme: 127.823 €
Projektteam: Prof. Dr. Roland Sturm (Leitung), Jürgen Dieringer, Markus M. Müller, Gabriele Dautermann, Jana Volakova

Abstract:
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Frage, inwieweit das Umweltintegrationsprinzip der EU tatsächlich umgesetzt wird. Anhand von Fall-Beispielen werden die jeweiligen Akteue und mögliche Akteurskoalitionen in den Politikfeldern Landwirtschaft, Energie, Industrie, Verkehr, Tourismus und Regionalpolitik untersucht.
Die Ergebnisse dieser Analyse erscheinen auf den ersten Blick paradox: Erstens gestaltet sich die Integration von Umweltaspekten in ein anderes Politikfeld umso schwieriger, je stärker dieses vergemeinschaftet ist. Eine Ausnahme bildet hier lediglich die Strukturpolitik. Zweitens entpuppt sich das in der Literatur vielgepriesene Instrument „Umweltintegration“ zumindest mittelfristig als eine wirksame Strategie zur Verhinderung umweltpolitischer Eingriffe durch die EU, da es Ansprüche stellt, die von den mitgliedstaatlichen Akteuren ebenso wenig wie von den europäischen erfüllt werden.

Die Ergebnisse wurden beim Nomos-Verlag veröffentlicht:
Kraack, Michael / Pehle, Heinrich / Zimmermann-Steinhart, Petra (2001). Umweltintegration in der Europäischen Union: Das umweltpolitische Profil der EU im Politikfeldvergleich. Baden-Baden: Nomos-Verlag.

Gefördert von: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Zeitraum: 1997/1999
Fördersumme: 114.920 €
Projektteam: Dr. Heinrich Pehle (Leitung), Petra Zimmermann-Steinhart, M.A., Dipl. Pol. Michael Kraack

Abstract:
The principal aim of the project is to describe the traditional core executives and their networks and processes, as well as their responses to the various challenges. Four major states of the European Union will be studied: France, Germany, Italy and the Netherlands. More especially, the project will focus on the policy ambitions of the core executives which have been triggerd by challenges, as well as on their political and institutional capacity to translate policy ambitions into co-ordinated programmes. Four main sectors will be studied: European Union policymaking, budget-making, immigration and public sector reform (including privatisation). Prof. Roland Sturm and Markus M. Müller are in charge of „budget-making“ in Germany. The project will concentrate largely on the initiation, agenda-setting and formulation phases of policymaking in which core executives have been involved, and will look at the implementation and evaluation phase of programmes, only to the extent that there exists clear feedback of implementation and evaluation actors upon the programmes formally adopted.

Gefördert von: ESRC Whitehall Programme
Zeitraum: 1995/1998
Projektteam: Prof. Dr. Vincent Wright (co-manager, Nuffield College, Oxford University), Prof. Jack E. S. Hayward (co-manager, Director of the Social Studies Faculty Centre, Oxford University), Prof. Dr. Roland Sturm (Erlangen), Markus Müller (Erlangen)

Abstract:
Ziel dieses Projektes ist die Evaluierung des im Jahre 1986 gegründeten Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) hinsichtlich seiner umweltpolitischen Gestaltungsmöglichkeiten sowohl innerhalb der Regierungsorganisation selbst, als auch in Kooperation und Auseinandersetzung mit organisierten Interessen sowie im Spannungsfeld der „doppelten Politikverflechtung“.
Die empirische Basis des Vorhabens besteht in einer schriftlichen Befragung der Ministerialbürokratie des BMU (Abteilungs-, Unterabteilungs- und Referatsleiter sowie Referenten) und einer Vielzahl von Experteninterviews im Umweltministerium selbst, den wichtigsten konkurrierenden Ressorts sowie dem Umweltbundesamt.
Abschlussbericht: Pehle, Heinrich (1998). Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: Ausgegrenzt statt integriert? Wiesbaden: Deutscher Universitäts Verlag.

Gefördert von: Das Projekt wurde in der ersten Phase finanziell gefördert durch den Universitätsbund Erlangen-Nürnberg, anschließend wurde es vom Sozialwissenschaftlichen Forschungszentrum der Universität Erlangen-Nürnberg übernommen, wo Martin Unfried, M.A. als wissenschaftlicher Mitarbeiter die empirischen Arbeiten zu Ende führte.
Projektteam: Dr. Heinrich Pehle (Leitung), Martin Unfried, M.A. (Mitarbeiter)