Das Institut für Politische Wissenschaft der FAU freut sich, Prof. Dr. Tobias Berger als neuen Leiter des Lehrstuhls für Internationale Beziehungen begrüßen zu dürfen. Zum 1. September 2026 wurde Tobias Berger von FAU-Präsident Prof. Dr.-Ing. Joachim Honegger zum Professor für Internationale Beziehungen ernannt.
Tobias Berger ist Politikwissenschaftler mit einem Schwerpunkt auf der inter- und transnationalen Politik des Globalen Südens. Zuvor war er Juniorprofessor am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Contestations of the Liberal Script“ (SCRIPTS). Nach seiner Promotion an der Berlin Graduate School for Transnational Studies war er Visiting Fellow in der Abteilung „Recht und Ethnologie“ am Max-Planck-Institut für Ethnologische Forschung in Halle (Saale) sowie Junior Research Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien.
Studiert hat er Politische Theorie an der University of Oxford (MPhil) und Politics & Development Studies an der School of Oriental and African Studies, University of London (BA). Außerdem hat er mehrere Jahre mit indigenen Gemeinschaften in Ecuador sowie im Bereich der humanitären Not- und Katastrophenhilfe in Kambodscha gearbeitet. 2024/5 war er für ein Jahr als Gastwissenschaftler am Robert-Schuman-Centre des European University Institutes (EUI) in Florenz tätig.
In Forschung und Lehre beschäftigt sich Tobias Berger insbesondere mit der Entstehung und Transformation internationaler Ordnung(en), wobei ein besonderer Fokus auf der Rolle und Handlungsmacht von Akteuren aus dem Globalen Süden liegt. Weitere Schwerpunkte liegen in soziologischen und historischen Ansätzen in den IB, der Internationalen Politik der Menschenrechte und internationaler Sicherheitspolitik sowie ethnographischen und interpretativen Methoden. Mit diesen Forschungsschwerpunkten wird er neue Perspektiven auf die Internationalen Beziehungen und ihre Verflechtungen mit Fragen von Sicherheit und Menschenrechten in die Forschung der FAU einbringen, zum Beispiel im Exzellenzcluster „Transforming Human Rights“, ebenso wie in der Lehre am Institut.
