Die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland geht zurück und Asylunterkünfte auch in Bayern werden zurückgebaut. Doch die von Bundesinnenminister angeordneten, systematischen Grenzkontrollen sind dafür nicht allein ursächlich: zum einen waren die Ankünfte bereits zuvor rückläufig, zum anderen gingen sie nicht allein in Deutschland, sondern in ganz Europa zurück.
Ein Blick in die Hauptherkunftsländer zeigt, dass vor allem die politischen Entwicklungen dort dafür verantwortlich zeichnen, argumentiert Prof. Dr. Petra Bendel in zwei Beiträgen für die ARD und den Bayerischen Rundfunk. Stattdessen verschöben sich Migrationsrouten: Schleuser weichen auf neue Wege aus, während EU-Partner wie Tunesien oder die Balkanstaaten durch Druck die Routen umlenken.
Bendel argumentiert, die aktuelle Entlastung befähige die Kommunen, über neue Unterbringungsformen nachzudenken, etwa im Rahmen des Projekts „Mehr als vier Wände“ der FAU Erlangen-Nürnberg und der Universität Hildesheim.
Ausgewählte Medienberichte finden Sie hier:
- BR24, 16.07.2026: Wann hören die Grenzkontrollen auf?
- BR24, 03.08.2026: Bayern baut 42.000 Plätze in Asylunterkünften ab
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