Welche Rolle spielten klimapolitische Debatten für die Wahlentscheidung der Bürgerinnen und Bürger bei der letzten Europawahl? Welchen Einfluss haben populistische Regierungen auf die Wissenschaftsfreiheit? Mit diesen Fragen beschäftigen sich zwei Manuskripte, die Dr. Simon Primus und Dr. Lars Lott im Rahmen der Gründungstagung des European Political Science Society (EPSS) in Belfast, Nordirland vorgestellt haben. Die Gründungstagung fand vom 18. bis 20. Juni 2026 statt und war mit über 1.500 Politikwissenschaftlern und Politikwissenschaftlerinnen aus Europa, Nordamerika, und anderen Kontinenten ein voller Erfolg. Gerade vom dem Hintergrund der wachsenden Einschränkungen wissenschaftliches Austauschs und individueller Forschungsfreiheit in den USA haben auch viele Kolleg:innen, die an amerikanische Universitäten forschen, an dieser europäischen Konferenz teilgenommen.
Simon Primus hat auf dem Panel „The Green Transition, Mobilization, and Voting” ein vom Sandra Eckert, Constantin Wurthmann, und ihm verfasste Studie mit dem Titel „Green transition on the ballot? The impact of green issue orientations on party choice in the 2024 EP elections.” vorgestellt und mit Kolleg:inne diskutiert. Lars Lott hat auf dem Panel “Democratic Erosion: Populism, Critique, and Institutional Capture” ein gemeinsam mit Angelo Panaro verfasstes Paper mit dem Titel “Populist Leaders and Academic Freedom” vorgestellt und diskutiert. Die Kommentare und Diskussionsbeiträge geben beiden Teilnehmern der FAU hilfreiches Feedback zur Überarbeitung der Studien.
