Mangelnde Balance zwischen Kontrolle und Schutzgewährung
Nach acht Jahren Verhandlungen soll die im Juni in Kraft getretene Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) Migration steuern, Verfahren beschleunigen und Standards vereinheitlichen. Die Reform schafft eine EU-weite Rechtsgrundlage für Asylverfahren von der Ankunft an der Grenze bis zur Rückführung.
Aber sie birgt massive Risiken für Menschenrechte: Schnellverfahren an Außengrenzen gefährden faire Asylprüfungen, haftähnliche Lager für Familien und Kinder widersprechen der UN-Kinderrechtskonvention, und „Rückführungszentren“ werfen Fragen nach völkerrechtskonformer Umsetzung auf. Ob die Reform zum Schutz oder zur Abschottung wird, hängt nun von der nationalen Umsetzung, unabhängigen Kontrollen und gerichtlichen Prüfungen ab.
In ihren Beiträgen für die Tagesschau und die BR-Nachrichten warnt Prof. Dr. Petra Bendel: Die Balance zwischen Kontrolle und Schutzgewährung ist brüchig – und die Gefahr von Rechtsverstößen real.
Ausgewählte Medienberichte finden Sie hier:
- BR24, 12.06.2026: EU-Asylreform: BAMF sieht sich sehr gut vorbereitet | BR24
- Tagesschau24, 12.06.2026: Petra Bendel, Politikwissenschaftlerin, zum EU-Asylsystem GEAS
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