Verfassungsviertelstunde und Informationskompetenz konkret
Die „Verfassungsviertelstunde“ ist als Unterrichtsbestandteil einmalig in der deutschen Bildungslandschaft. Doch wie soll diese jahrgangstufenadäquat gestaltet werden? Wie stellen Lehrkräfte im Unterricht konkrete Bezüge zwischen den abstrakten Begriffen im Grundgesetz und der Lebenswelt ihrer Schülerinnen und Schüler her? Das Projektseminar versucht hierfür Antworten zu finden, indem es fachwissenschaftliches Wissen aus Politikwissenschaft und Soziologie verknüpft mit konkreten Anforderungen des Mittelschulunterrichts.
Hierfür nehmen LehramtsanwärterInnen des Faches Politik und Gesellschaft (PuG) aus dem Großraum Nürnberg gleichfalls am Projektseminar teil. Studierende und LAAs arbeiten in kleinen Teams zusammen, konzipieren und planen gemeinsam relevante Unterrichtssequenzen, die die Studierenden in den Klassen der LAAs halten werden. Das Projektseminar will durch dieses Vorgehen einen ersten Schritt gehen, um die erste und zweite Phase der Lehrkräftebildung enger miteinander zu verknüpfen. Studierende und LAAs profitieren wechselseitig von ihrem Fachwissen und die Studierenden haben abseits der strukturierten Praktika die Gelegenheit, ihr Wissen in Unterricht umzusetzen.
Das Projektseminar hat dementsprechend auch eine eigene Form: Am 18. April 2026 findet ein erster Präsenztag in Form eines gemeinsamen Workshops am Campus Nürnberg statt und am 11. Juli werden die Konzepte und Erfahrungen aus dem Unterricht und der Zusammenarbeit gesichert und ausgewertet. Die Ausarbeitung der Sequenzen, Hospitationen und die Umsetzung der Sequenzen organisieren die einzelnen Projektteams autonom. Dr. Alexander Kruska (Politikwissenschaft), die Seminarrektorin Astrid Scharfe und Dr. Ronald Staples (Soziologie) unterstützen aus ihrer je fachlichen Perspektive.
Wenn Sie Interesse am Kurs haben und im Studiengang LA PuG Mittelschule eingeschrieben sind, melden Sie sich via StudOn an! Zu Vorlesungsbeginn wird es einen Info-Termin zum Seminar geben, Ankündigung via Rund-Mail im StudOn-Kurs. Die Teilnehmendenzahl muss aus organisatorischen Gründen auf 20 beschränkt werden.
